Bewerbungsgespräch

 

Ein persönliches Bewerbungsgespräch mit einer Kandidatin oder einem Kandidaten hilft Personalentscheidern, Ihren Eindruck, den sie durch die Bewerbungsunterlagen gewonnen haben, zu überprüfen. Das Bewerbungsgespräch dient zur Klärung, ob eine zukünftige Zusammenarbeit für beide Seiten sinnvoll ist. Es soll ein umfassendes Bild der Persönlichkeit, des Werdegangs, der Fähigkeiten und der Motivation des Bewerbers bieten.

Sind Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, können Sie sich bereits über Ihren ersten Erfolg freuen. Offensichtlich haben Sie durch Ihre Unterlagen näheres Interesse an Ihrer Person geweckt und kommen in eine engere Auswahl. Sie können davon ausgehen, dass Sie nur dann eingeladen werden, wenn wirklich begründetes Interesse besteht. Eine Einladung sollte also keinen Anlass zur Nervosität bieten. Mit gezielter Vorbereitung können Sie den positiven Eindruck, den Sie durch Ihre Bewerbung vermittelt haben, unterstreichen.

Die Phasen des Bewerbungsgesprächs

Es gibt keinen allgemein gültigen Ablauf, nach dem Vorstellungsgespräche aufgebaut sind. Jedoch gibt es Themenblöcke mit denen man als Kandidat rechnen kann. In der Regel besteht ein Bewerbungsgespräch aus mehreren Phasen, in denen ein Kandidat zu unterschiedlichen Themen befragt wird. Hier erfahren Sie Details zu den einzelnen Phasen, auf welche Fragen Sie sich gefasst machen sollten und, wie Sie am besten damit umgehen können.

Die Begrüßung

Das Wichtigste vorweg: Für den ersten Eindruck bekommen Sie keine zweite Chance!

Der erste Eindruck, den Sie bei Ihrem Gesprächspartner hinterlassen ist entscheidend für den gesamten Verlauf des Vorstellungsgesprächs. Innerhalb der ersten paar Momente des Zusammentreffens zweier Menschen wird darüber entschieden, ob das Gegenüber als sympathisch oder unsympathisch  eingestuft wird. Eine positive Einschätzung ist deshalb so wichtig, weil sie zum Einen nur schwer wieder revidierbar ist und weil sie zum Anderen die Wahrnehmung von Informationen im Gesprächsverlauf beeinflusst. Empfindet Sie Ihr Gegenüber als sympathischen Gesprächspartner, wird seine Konzentration eher auf Ihren positiven Seiten liegen und negative Aspekte werden leichter überhört.

Beachten Sie pünktlich und angemessen gekleidet zu Ihrem Termin zu erscheinen. Begrüßen Sie Ihr Gegenüber mit einem kräftigen Händedruck, einem Lächeln im Gesicht und direktem Blickkontakt. Ein kräftiger Händedruck, der sich allerdings unterhalb der Schmerzgrenze bewegen sollte, signalisiert Aufrichtigkeit und Selbstbewusstsein. Mit einem Lächeln zeigen Sie, dass Sie Ihren Gesprächspartner sympathisch finden und können eventuell beeinflussen, dass Sie ebenso eingestuft werden. Zu Beginn des Gesprächs wird in der Regel Small Talk geführt und Ihnen wird eventuell etwas zu trinken angeboten. Die meisten Personaler versuchen dadurch ein angenehmes Gesprächsklima herzustellen, in dem sich der Bewerber wohl fühlt. Hier können Sie auch die Gelegenheit nutzen, um sich für die Einladung zu bedanken.

Vorstellung des Unternehmens

Nach den einleitenden Worten gehen Personaler oft dazu über, dem Bewerber das Unternehmen und die entsprechende Abteilung vorzustellen. Sollten Sie in Ihrem Vorstellungsgespräch mit dieser Situation konfrontiert sein, hören Sie genau zu und nutzen Sie die Gelegenheit, sich die eine oder andere passende Frage zu überlegen. Durch die Tatsache, dass Sie eine Frage stellen, zeigen Sie Ihr Interesse am Unternehmen. Der Inhalt und die Qualität Ihrer Frage lassen Rückschlüsse auf Ihre Vorbereitung auf das Gespräch zu. Fragen, deren Antworten Sie leicht auch auf der Firmenhomepage finden können, oder die allgemein bekannt sind, sollten Sie besser nicht stellen, da Sie sonst als unvorbereitet abqualifiziert werden könnten.

Ihre Qualifikationen

Ein Aspekt, der jeden Personalverantwortlichen interessiert, ist Ihre berufliche Laufbahn und Ihre Ausbildung. Sie haben mit Ihrem Lebenslauf einen ersten Einblick geboten, der im persönlichen Gespräch vertieft wird. Hier ist es wichtig, dass Sie jeden einzelnen Punkt, den Sie in Ihrem Lebenslauf angeführt haben, begründen können. Durch die Beantwortung der Fragen sollten Sie Ihr Profil schärfen, das zu der ausgeschriebenen Stelle passt. Achten Sie in Ihren Ausführungen darauf, ein zielorientiertes Bild von sich zu präsentieren, bei dem jeder Schritt Ihres Lebenslaufs die logische Folge des Vorangegangenen ist.

Mögliche Fragen:

  • Wieso haben Sie sich damals für diese eine Studienrichtung entschieden?
  • Weshalb haben Sie nach einem Jahr das Studium gewechselt?
  • Würden Sie sich wieder für dieses Studium entscheiden?
  • Wieso haben Sie so lange für den Abschluss Ihres Studiums gebraucht?
  • Was haben Sie in dem halben Jahr zwischen Studienabschluss und Ihrem ersten Job gemacht?
  • In welchen Bereichen würden Sie sich noch gerne weiterbilden?
  • Wieso haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden?
  • Was sind Ihre Aufgaben in Ihrem aktuellen Arbeitsverhältnis?
  • Was mögen Sie an Ihrer derzeitigen/letzten Arbeit besonders?
  • Was mögen Sie an Ihrer derzeitigen/letzten Arbeit nicht?
  • Wieso wollen Sie Ihren Arbeitgeber wechseln?
  • Wie haben Sie sich im Zuge Ihrer aktuellen/letzten Tätigkeit weiterentwickelt?
  • Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Bei der Beantwortung dieser oder anderer Fragen ist es besonders wichtig, dass Sie Ihrem Gesprächspartner das Gefühl geben, zu Ihrer Aussage zu stehen. Es ist nicht schlimm, wenn Sie beispielsweise ein halbes Jahr nach Ihrem Studium um die Welt gereist sind und nicht gleich arbeiten wollten. Sie müssen nur ausreichend begründen, wieso Sie das gemacht haben. Beispielsweise: „Es war immer mein Traum die Welt zu sehen. Nach dem Studium war der geeignetste Zeitpunkt, um mir den Traum zu erfüllen und, um danach meine Karriere mit voller Energie in Angriff zu nehmen.“

Lassen Sie sich nicht durch direkte und unangenehme Fragen aus der Fassung bringen, wie z.B.: „Die meisten Bewerber haben Ihr Studium in acht Semestern absolviert. Wieso haben Sie zehn Semester gebraucht?“ Eine plausible Begründung wäre, dass Sie arbeiten mussten, um sich Ihr Studium und den Lebensunterhalt finanzieren zu können. Dies ist einerseits ein triftiger Grund und andererseits zeigen Sie so Ihre Aktivität und Ihren Willen zu arbeiten.

Vermeiden Sie negative Antworten oder negative Aussagen über Dritte. Wenn Sie beispielsweise nach dem Grund Ihres Wunsches den Job zu wechseln gefragt werden,  sagen Sie nicht, dass Ihr Chef ein Tyrann ist oder, dass Sie Ihre Kollegen nicht mögen. Selbst wenn es wahr ist, wirft es ein negatives Licht auf Sie selbst. Formulieren Sie immer positiv: „Mir liegt viel an der Weiterentwicklung meiner Persönlichkeit und meiner Karriere. Da ich in Ihrem Unternehmen ein sehr interessantes Aufgabengebiet vorfinde und die Chance für eine Weiterentwicklung sehe, will ich diese gerne ergreifen.“

Ihre Motivation

Ein wesentliches Beurteilungskriterium ist Ihre Motivation. Geht es bei den Fragen nach Ihren Qualifikationen um Ihr Leistungsvermögen, sollen Fragen nach Ihrer Motivation Ihre Leistungsbereitschaft näher beleuchten. Es soll herausgefunden werden, wie Sie mit herausfordernden Situationen umgehen, wie Sie auf Misserfolge reagieren, ob Sie zur Betriebskultur passen, welche persönlichen Ziele Sie sich selbst für Ihre Arbeit und Ihre Zukunft setzen, und ob Sie ein aktiver Gestalter sind, der auch Verantwortung für sein Handeln übernimmt.

Mögliche Fragen:

  • Worauf legen Sie beim Arbeiten besonders Wert?
  • Wie sieht Ihre ideale Arbeit aus?
  • Welche beruflichen Erfolge machen Sie besonders stolz?
  • Was war bisher Ihr größter beruflicher Misserfolg?
  • Wo sehen Sie sich in 5 bzw. 10 Jahren?
  • Wie würde Ihr idealer Arbeitsplatz aussehen?
  • Wieso wollen Sie gerade diesen Job?

Um bei der Beantwortung dieser oder ähnlicher Fragen ein positives Bild abzugeben, sollten Sie nicht den geringsten Zweifel an der Richtigkeit Ihrer Entscheidung, sich für den betreffenden Job zu bewerben, aufkommen lassen. Rufen Sie sich das Anforderungsprofil aus der Stellenanzeige in Ihr Bewusstsein und stimmen Sie Ihre Antworten darauf ab. Werden Sie nach Misserfolgen gefragt, steckt oft eine Frage hinter der Frage. Bei der Antwort der Kandidatin oder des Kandidaten steht nicht der Fehler an sich im Vordergrund des Interesses eines Personales, sondern vielmehr die Reaktionen des Kandidaten auf den Fehler. Wie sind Sie mit Ihrem Fehler umgegangen? Jammern Sie über den Fehler oder stellen Sie ihn sachlich dar und erklären dann, was Sie daraus gelernt haben. Letztere ist die geeignete Reaktion, die Ihnen Pluspunkte verschafft, weil sie zeigt, dass Sie ein positiv eingestellter Mensch sind, der bereit ist aus seinen Fehlern zu lernen.

Ihre Fragen

„Haben Sie noch irgendwelche Fragen?“ Diese Frage, die zumeist gegen Ende des Bewerbungsgesprächs an den Bewerber gestellt wird, sollte auf keinen Fall mit Nein beantwortet werden. Einerseits zeigen Sie dadurch Desinteresse, andererseits lassen Sie sich die Möglichkeit entgehen, mehr von Ihrem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber zu erfahren.

Bei der Frage nach Ihren Fragen haben Personalisten nicht nur deren inhaltliche Beantwortung im Sinn. Durch den Inhalt Ihrer Frage wird auch auf Ihre Absichten geschlossen. Mit vertiefenden Fragen zum Unternehmen, der Abteilung, dem Organigramm, den Kunden, etc. zeigen Sie, dass Sie sich intensiv mit Ihrem zukünftigen Arbeitgeber auseinandersetzen und die echte Absicht haben, den Job zu bekommen. Bleiben Sie mit Ihren Fragen hingegen an der Oberfläche oder stellen gar keine Fragen, zeigen Sie, dass Sie sich nicht vorbereitet haben und Ihre Bewerbung nicht allzu ernst nehmen.

Um auf diese Situation vorbereitet zu sein, können Sie sich im Vorfeld des Gesprächs einige Fragen überlegen. Sollten diese nicht im Zuge des Gesprächs geklärt worden sein, können Sie sie an dieser Stelle anbringen. Sind alle Fragen, die Sie sich überlegt haben, beispielsweise durch die Vorstellung des Unternehmens bereits beantwortet worden, können Sie eines der erwähnten Themen aufgreifen und diesbezügliche Details erfragen. Eine durchaus legitime Frage wäre, ob Sie Ihren zukünftigen Arbeitsplatz besichtigen oder Ihre direkten Kollegen im Vorfeld kennen lernen dürfen. Fragen Sie z.B. nach der Einarbeitungszeit, nach Arbeitszeitenregelungen (gibt es Gleitzeit, oder fixe Arbeitszeiten) oder nach dem Grund für die Stellenausschreibung (handelt es sich um eine neu geschaffene Position oder wird die Position neu besetzt und wenn ja, warum?

Nachdem Sie inhaltliche Fragen gestellt haben, können Sie Ihre festen Absichten noch durch die Frage nach den weiteren Schritten im Bewerbungsverfahren ergänzen. So können Sie herausfinden, wann Sie über den Stand Ihrer Bewerbung informiert werden oder ob es weitere Gespräche geben wird.

Unzulässige Fragen

Es kann durchaus passieren, dass Sie in Ihrem Bewerbungsgespräch mit sehr direkten und persönlichen, manchmal sogar mit unzulässigen Fragen konfrontiert werden. Prinzipiell dürfen Ihnen im Bewerbungsgespräch nur Fragen gestellt werden, die für die ausgeschriebene Position relevant sind. Diese Fragen sollten Sie wahrheitsgetreu beantworten. Fragen, die in Ihre Privatsphäre eindringen, müssen Sie nicht beantworten, unzulässige Fragen, beispielsweise nach Ihrer Familienplanung dürfen Sie vorsätzlich falsch beantworten.

Da es immer wieder vorkommt, dass Interviewer mit Ihren Fragen zu weit gehen, ist es sinnvoll sich im Vorfeld eines Vorstellungsgesprächs eine Strategie für den Umgang mit derartigen Fragen zu überlegen. Eine Frage, mit dem Hinweis, dass Sie unzulässig ist, nicht zu beantworten ist zwar eine Möglichkeit, jedoch gibt es elegantere Wege um aus derartigen Situationen hinauszukommen. Formulieren Sie Ihre Antwort ausweichend, oder lenken Sie das Thema auf einen anderen Bereich.


Welche Fragen Sind unzulässig?

Fragen nach…

  • der Familienplanung
  • der Religionszugehörigkeit
  • der sexuellen Orientierung
  • der politischen Orientierung
  • Gewerkschaftsmitgliedschaften
  • Krankheiten
  • der privaten Lebensführung
  • Vermögensverhältnissen bzw. Schulden
  • Vorstrafen


Eine Ausnahme dieser Regel bilden hier persönliche Umstände, die nicht mit der betreffenden Stelle vereinbar sind. Als Bewerber hat man grundsätzlich die Verpflichtung, den potentiellen Arbeitgeber über Umstände aufzuklären, die für den Abschluss eines Arbeitsvertrags relevant sein bzw. einen Ausschlussgrund darstellen können, sofern man danach gefragt wird und es erkennbar ist. Bewerben Sie sich beispielsweise für eine Position in einer politischen Organisation, wäre die Frage nach einer eventuellen Parteizugehörigkeit legitim. Eine Vorstrafe wegen Betrugs oder Steuerhinterziehung ist z.B. nicht mit der Position eines Geschäftsführers vereinbar. Die Frage danach ist also legitim.

Stress Interview

Eine Interviewtechnik, die von Personalisten in manchen Fällen angewandt wird, um Kandidaten im Umgang mit schwierigen Situationen zu testen, ist das Stress Interview. Dabei ist es das Ziel des Interviewers, Rückschlüsse auf das Stressverhalten von Kandidaten, durch die Konfrontation und Provokation mit unangenehmen Fragen bzw. Bemerkungen, zu ziehen. Diese Fragen bzw. Aussagen beziehen sich zumeist auf einen persönlichen Bereich des Kandidaten. So wird der Kandidat durch bewusste Provokationen oder Beleidigungen aus der Reserve gelockt. Das Vordergründige Interesse gilt dabei der Reaktion des Kandidaten. Behält er einen kühlen Kopf, lässt er sich verunsichern oder verliert er gar die Fassung?

Ein Beispiel: „Was haben Sie sich eigentlich beim Kauf dieses Anzugs gedacht? In dem Aufzug brauchen Sie hier gar nicht auftauchen!“

Wenn Sie in eine Situation kommen, in der Sie mit einer derartigen Aussage provoziert werden, denken Sie daran, dass dies nur ein Test ist. Lassen Sie sich nicht provozieren. Bleiben Sie höflich und ruhig und nehmen Sie die Äußerungen Ihres Gegenübers nicht persönlich. Bleiben Sie mit Ihren Reaktionen immer sachlich. Lassen Sie sich auf die Provokationen ein und schießen auf einer persönlichen Ebene zurück, haben Sie verloren.

Eine elegante Antwort ist z.B.: „Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Gibt es einen Dress Code in Ihrem Unternehmen? Bei unserem nächsten Treffen werde ich mich gerne danach richten.“


Nonverbale Kommunikation

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ –Paul Watzlawick

Personen die einander wahrnehmen, kommunizieren unweigerlich miteinander, da jedes Verhalten kommunikative Wirkung hat. Selbst wenn Sie jemanden anschweigen, tätigen Sie damit eine nonverbale Aussage. Aus der Kommunikationsforschung ist bekannt, dass die Wirkung, die ein Mensch auf den Anderen hat, nur zu einem geringen Teil auf das Gesprochene zurückzuführen ist. Hingegen großen Einfluss auf die Wirkung haben die Körpersprache und der Stimmausdruck. Wollen Sie Ihre Gesprächspartner bei einem Vorstellungsgespräch von sich überzeugen, nutzen Sie dieses Wissen zu Ihrem Vorteil. Hier bekommen Sie einen Überblick über Bestandteile der nonverbalen Kommunikation und deren Wirkung:

Die Mimik

Der Blick in das Gesicht eines Menschen lässt auf dessen Gefühlslage schließen. Ist er nervös, hat er Angst, ist er fröhlich oder gelangweilt? Für Ihr Bewerbungsgespräch ist es wichtig, einen sympathischen und selbstsicheren Eindruck zu erwecken. Diesen erreichen Sie durch Blickkontakt und einen freundlich lächelnden Gesichtsausdruck. Mit Blickkontakt  signalisieren Sie Ihrem Gesprächspartner Ihre Aufmerksamkeit. Fehlender Blickkontakt kann als Schüchternheit oder Unsicherheit ausgelegt werden.

Die Gestik

Ihre Gesten, egal ob Bewegungen mit Händen, Füßen, oder dem Kopf, haben eine kommunikative Wirkung. Oft sind sich Menschen Ihrer Gesten, die Ihre Sprache begleiten, nicht bewusst. Dabei sind gezielt eingesetzte Gesten ein gutes Mittel um die kommunikative Wirkung des Gesprochenen zu unterstützen. Generell gilt, dass ruhige und fließende Handbewegungen einen sicheren, selbstbewussten und überzeugenden Eindruck hinterlassen. Hektische und unruhige Bewegungen mit Händen und Füßen zeugen hingegen von Nervosität und Unsicherheit. Nägelkauen, an der Kleidung zupfen, mit den Haaren spielen oder am Kopf kratzen signalisiert Verlegenheit oder Unsicherheit. Mit Verschränkten Armen drücken Sie Verschlossenheit und Reserviertheit aus.

Die Körperhaltung

Ihre Körperhaltung gibt ebenso, wie die Mimik und die Gestik Auskunft über Ihre Persönlichkeit. Sind Sie selbstbewusst oder eher schüchtern? Wenn Sie Ihrem Gesprächspartner gegenübersitzen, sollten Sie eine aufrechte Sitzposition einnehmen. Mit leicht nach vorne gelehntem und aufrechtem Oberkörper betonen Sie in freundlicher Gesprächsatmosphäre Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Selbstbewusstsein. Durch zurückgelehnten Oberkörper zeigen Sie Entspannung. Sitzen Sie jedoch mit krummem Rücken und eingefallenen Schultern da, zeigen Sie Unsicherheit und geringes Selbstbewusstsein.

Der Stimmausdruck

Der kommunikativen Wirkung des Stimmausdrucks kommt eine bedeutende Rolle zu. Der Tonfall, die Lautstärke, das Tempo, die Höhe und der Klang der Stimme beeinflussen erheblich, wie eine Botschaft vom Empfänger aufgenommen wird. Die Art zu sprechen gilt als wesentliches Barometer Ihrer Selbstsicherheit. Wollen Sie selbstsicher wirken und Ihren Worten Bedeutung geben, sprechen sie laut, deutlich, fließend und langsam. Mit Sprechpausen können Sie einzelnen Aussagen Nachdruck verleihen, indem Sie Ihrem Gegenüber Zeit zur Reflexion Ihrer Aussage geben. Wichtige Teile Ihrer Aussagen können Sie außerdem durch die Änderung Ihrer Stimmlage hervorheben.

Die Sprache

Ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit bzw. Ihre Gesprächskultur sind ebenfalls Gradmesser für die Bewertung Ihrer Eignung. Können Sie sich verständlich ausdrücken oder reden Sie um den heißen Brei herum? Sind Sie eine Quasselstrippe oder muss man Sie um jedes Wort anbetteln? Bei einem Bewerbungsgespräch sollten Sie Ihre Aussagen klar und auf den Punkt gebracht formulieren können. Dabei ist eine Unterscheidung zwischen Wichtigem und Unwichtigem essentiell. Zu einer guten Gesprächskultur gehört auch das aktive Zuhören und genaue Eingehen auf Fragen und Argumente des Gesprächspartners. Unterbrechungen des Gegenübers gehören definitiv nicht dazu.


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